Der
Monat März stand bei mir ganz im Zeichen der Musik. Und was liegt da
näher, als ein paar Worte über Musik zu verlieren?!
METROPOLIS
–
Music is in the Air
Weil
ich nicht nur einmal, sondern gleich zweimal zwei großartigen
Musikern – Jazzsaxophonist Tyree
Glenn jr.
und Jazzbassist Ira
Coleman
– begegnen dufte, habe ich beim zweiten Mal, getreu dem Motto „You
better lose yourself in the music, the moment, You own it, you better
never let it go. You
only get one shot, do not miss your chance to blow; this
opportunity comes once in a lifetime“
-- EMINEM, mich doch noch an den Flügel gesetzt und mit Ira Coleman
zusammen gespielt.
Zuhause
habe ich mich nach dieser Begegnung der Wurzeln des R&B, des Raps
und HipHops erinnert, back
to the roots
würde manch einer wohl sagen. Das heißt, zurück zu Louis
Armstrong, zur „First Lady of Soul“ Aretha Franklin, Nate „King“
Cole und zur “Queen of Jazz” Ella Fitzgerald… Schon mal alte
Schallplatten rausgekramt? Ich habe das bereits ein paar Mal getan,
und ich finde, dass das Auflegen einer Schallplatte, das Absenken des
Tonarms auf die Platte, das Kratzen bevor die ersten Töne erklingen,
und dann die Musik selbst, eine eigentümliche, irgendwie andächtige
Zeremonie bilden. Und wenn man dann James Brown auflegt und „I
feel good“
erklingt, dann fühlt man sich auf einmal auch gut. Man kann sich
diesem Rhythmus gar nicht entziehen. Es ist ein wenig so, wie das
Radio aufzudrehen und diesen einen
Song
zu hören. Ihr kennt das wahrscheinlich?! Jeder mag da seinen eigenen
haben, und morgen mag es ein anderer sein als heute; aber wenn man
diesen Song hört, dann möchte man laut mitsingen, tanzen, sich im
Kreis drehen, und man fühlt sich in diesem Augenblick so herrlich
lebendig. Musik schafft das, dieses Sein im Augenblick!
Über
Musik sprechen oder schreiben bedarf einer Erwähnung E.T.A.
Hofmanns. Idiomatisch formuliert: „Wo die Sprache aufhört, fängt
die Musik an.“ Wo man das deutlich merkt? Wenn man bei einem Film
den Ton wegnimmt. Vielleicht sind wir deswegen von Filmmusik so
fasziniert, weil sie dem Film eine eigene, zweite Sprache verleiht.
Was wären Filme wie Das
Piano,
Die
fabelhafte Welt der Amelie,
Die
Kinder des Monsieur Mathieu,
Der
Pianist,
und und und, ohne ihre wundervolle Filmmusik?! Musik, im Film, ist
eine Sprache, die wir nicht fassen können, die wir verstehen, aber
kaum beschreiben können. Man kann den Film auch wegnehmen, und
bleibt dennoch fasziniert im Kino sitzen!
Apropos
Filmmusik… Spätestens seitdem ich den Film Drumline
gesehen habe, möchte ich unbedingt mal beim Aufmarsch einer
Marchingband dabei sein. Was für ein Erlebnis muss das sein? Ich
weiß noch, ab wann mich an Sylvester wirklich nichts mehr auf dem
Stuhl gehalten hat, und das war, als die Ohio University Marching 110
„The
Party Rock Anthem“
angestimmt hat. „Du hast halt den Rhythmus im Blut“ heißt es
dann immer. Vielleicht ist dem so, vielleicht auch nicht. Aber was
wäre das Leben ohne Tanz und Musik? … „Ever
been to a party without music? That
would be a bad world without music.“
--Jazz Liberatorz.

Es
ist eben eine einmalige Erfahrung, wenn man auf einem Konzert von
hunderten von anderen Menschen umgeben ist, und wie dann die
Einzelnen zu einer Masse werden, zu einem Gesamtkörper. Ein Meer von
Menschen, die bei den schnellen Rhythmen zusammen springen und hüpfen
und tanzen, oder sich gemeinsam wiegen, die Hände mit Feuerzeugen in
die Luft gestreckt, zu einer langsamen Moll-Melodie. Musik verbindet,
Musik schafft Brücken und reist Mauern ein!
In
diesem Sinne meine lieben Krauselocken, da draußen der Frühling
erwacht, reißt die Fenster auf, dreht die Anlage auf und lebt die
Musik! Wie heißt es noch so schön bei James Brown:
I
feel good, I knew that I would, now
So good, so good,…
Eure
Joan
P.S.:
In Kürze gibt es auf KrauseLocke.de das Interview mit Tyree Glenn
jr. Zu lesen!!! ;)
Fotos: Jean Lukate/ Christina Klecker
Labels: Krausekultur, Metropolis, Musik