Vor allem, was das Setzen neuer Haartrends angeht, ist
Rihanna eine Stilikone. Aber wer macht der Popprinzessin eigentlich die Haare?
Im Netz sind wir auf ein interessantes Interview gestoßen, das wir euch hier
frei übersetzt haben.
Rihannas Haare sind teuer. Seit dem drastischen Rotschopf
mit dem sie uns im vergangenen Jahr überraschte, hat sie ihre Haarpracht bis
heute schon wieder über 13 Mal verändert. Das geht ins Geld. In
den Medien heißt es, dass Rihanna fast 23.000 $ in der
Woche abdrückt (das sind fast $ 3.300 pro Tag!!!) – an die Promi-Friseurin Ursula Stephen.
Im Interview mit der US-amerikanischen
Onlinezeitung The Huffington Post gewährt Stephen einen Blick hinter die
Kulissen in die Garderobe des Megastars.
Was
sagen Sie zu der zunehmenden Zahl der Frauen, die sich dafür entscheiden ihre
Haare natürlich wachsen zu lassen und der vielen Natural-Hairl Blogs, die aus
dem Boden sprießen?
Ursula: Die Bewegung, die gerade entsteht ist wirklich toll. Frauen gewinnen Selbstvertrauen.
Viel zu langen wurde natural hair von vielen Menschen nicht als
hübsch, sexy und elegant angesehen. Dabei gibt es so
viele verschiedene Styling-Optionen und verschiedene Produkte und es ist so
einfach seine natürliche Schönheit zu zeigen.
Ich als Friseurin
bin offen für alles - Weaves, Zöpfe, Glatzen,
kurze Haare, etc. Ich denke, alles ist
schön. Aber die Tatsache ist,
dass so viele Frauen sich selbst,
ihre eigene Persönlichkeit, hinter Weaves und Extensions verlieren. Darum macht es mich froh, dass so viele
Frauen ihr natürliches Haar tragen und es lieben, denn dieser Sinn für uns
selbst und unsere natürliche Persönlichkeit wurde uns vor langer Zeit gekonne.
Es hing immer alles von den Extensions ab und die Frauen vergaßen, dass
darunter eigentlich ihre Natürlichkeit steckt. Sie vergaßen ihre eigene Persönlichkeit und
wie schön diese sein kann.
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| Ursula Stephen ist die Frau hinter Rihannas Haar-Style. |
Sie
haben Rihanna den berühmt-berüchtigten Bob verpasst, der sie welweit berühmt
machte. War das nicht auch riskant – schließlich waren Rihannas lange, blonde
Extensions ein Markenzeichen?
Ursula: Und genau das war einer der Gründe, warum wir es getan haben - weil sie es satt
war so auszusehen auszusehen, wie alle anderen. Und ich war es satt, immer dasselbe mit
ihren Haare zu machen. Wir haben nie damit
gerechnet, welche Ausmaße der Haarschnitt haben würde, dass er weltberühmt
werden würde. Wir wollten einfach etwas Neues,
individuelles schaffen. DArum war ich auch nicht nervös,
alsi ich ihr die Haare schnitt weil wir keine Ahnung hatten, dass es so eine große Sache
werden würde.
Danach war die Frisur überall. Egal wo
ich hinkam - New York, LA,
London, Paris, Deutschland – Sie war überall. Das war verrückt.
Was sind Ihre Erfahrungen
in der Entertainment-Industrie,
was Schönheitsideale angeht... Insbesondere
Schönheitsideale für Schwarze Frauen?
Es ist nie jemand direkt zu mir gekommen und hat gesagt: "Oh,
sie ist zu dunkel, so können wir sie nicht präsentieren." Das nicht. Es
ist einfach etwas, das lautlos
geschieht. Das sieht man an Künstlern, die man vermehrt
in der Öffentlichkeit sieht: die hellhäutigen Mädchen mit langen Haaren. Darum mochte ich
umso mehr, was Rihanna ausgelöst hat.
Sie hat ihr Haar einfach schneiden, sogar rasieren lassen. Dieses super-hübsches
Mädchen, das so rebellisch mit
ihrem Haar umging, eigentlich ein Widerspruch gegen alle
Vorgaben. Und das ließ die Menschen tatsächlich sehen, dass man in dieser Branche auch Erfolg haben kann, wenn man langen Haare bis zu den Knien und Brüste bis unters Kinn hat.
Meistens sind es die Männer in dieser
Branche, die entscheiden, wie eine Künstlerin auszusehen hat. Und in der
Vergangenheit waren es auch immer Männer, die mir gesagt haben, dass sie die
Künstlerinnen möglichst mit heller Haut und langen Haaren haben wollten.
Das sei eben ihre Fantasie, der sollten die
Frauen entsprechen: Einem Stil a la Mariah Carey oder Beyonce. Rihanna hat das
Spiel jedoch verändern. Heute gehe ich in kreative Meetings und ich darf selbst
entscheiden, wie ich die Mädels fürs Rampenlicht style. Das ist schön, die
Zeiten ändern sich definitiv.
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| Rasiert und abgeschnitten - Rihanna setzt neue Trends. |
Sie
haben eine Zeit in Südafrika verbracht und Rihanna musste ohne Sie auskommen. In dieser Zeit
twitterte sie: "* Being able
to do hair and being able to do black hair are 2 different things!” Was sagen Sie dazu?
Ursula (lacht): Den Tweet habe ich nie
gesehen. Aber wenn Rihanna das getweetet hatt, dann klingt das für mich so,
dass die Personen, die dafür angestellt wurden ihre Haare zu stylen, keinen
guten Job gemacht haben. Das ist so eine Sache, die in dieser Branche oft
passiert: Es ist wirklich schwierig für Schwarze Stylisten, sehr schwierig. Die
Entscheidungsträger stellen nach wie vor vermehrt Weiße Stylisten ein, die sich
allerdings nicht wirklich auskennen mit dem Schwarzer Künstler. Schwarze Haare
muss man verstehen und richtig behandeln, vor allem wenn die Person, die man
stylt danach auch einem Magazin-Cover zu sehen ist. Oft sind die Künstler
völlig unzufrieden mit ihren Haaren und sie sehen wirklich scheiße aus – weil
sie vom falschen Stylisten gestylt wurden. Dabei gibt es so viele, gute,
Schwarze Stylisten da draußen, die alle Haartypen frisieren können und ihren
Job gut machen.
Warum Rihanna ihre Haare nicht auch mal wirklich, 100% natürlich trägt, haben wir leider noch nicht herausgefunden. Was ist eure Meinung, Krauselocken?
Fotos: urbanbushbabes
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Labels: Afrohaare, Haare, Promi, Rihanna, Style