Für alle die immer so doofe Frage stellen: Ja, wir bekommen auch Sonnenbrand!
Zwei Mädels unterhalten sich. Die eine hat ihr blondes Haar
locker zu einem Dutt auf dem Kopf verknotet. Die andere trägt einen
Fischgrätenzopf. Ihre Haut ist rosig-beige, an manchen stellen von der Sonne
gerötet.
Mädchen 1: „Ich hab mir so die Kniekehlen verbrannt, scheiße!“
Mädchen 2: Und bei mir pellt sich der Rücken!“
Nun klinke ich mich ein, denn bei dem Thema kann ich
mitreden und wir sitzen in lockerer Runde zusammen.
Ich: „Ja, und ich hab mir so was von die Nase verbrannt! Unmöglich!“
Schweigen. Beide Mädels starren mich mit einem
Gesichtsausdruck an, als wüssten sie nicht, ob ich sie gerade verarschen will
oder doch die Wahrheit sage.
Mädchen 2: „Ach ja? Du und Sonnenbrand? Das geht bei dir?“
Mädchen 1 grinst dämlich.
Dabei ist meine Nase wirklich knallrot…mittlerweile pellt
sie sich sogar und auch die Haut an meiner Stirn ist mittlerweile knusprig und
blättert…
Für all diejenigen, die es immer noch nicht glauben wollen:
Ja, ich habe Sonnenbrand. Ja, ich kann Sonnenbrand bekommen. Ja, auch meine
Haut wird dunkler in der Sonne.
Gerade mache ich Urlaub, besuche meine Freundin Maria auf
Fuerteventura, wo sie ein Praktikum in einer Surfschule absolviert. Direkt am
ersten Tag sind wir an den Strand und ich habe mich in die Sonne gelegt. Der
Wind sorgte permanent für eine kühle Brise, sodass mir gar nicht heiß wurde
unter den tückischen Strahlen des großen, gelben Dings am Himmel. Dann bin ich
irgendwann mal eingeschlafen. Als ich wieder aufwachte, war mein Gesicht
verbrannt und an meinen Armen hatte die Sonnenallergie bereits angefangen, sich
breit zu machen.
Ich bin nicht stolz auf meinen Sonnenbrand. Ich will ihn
euch nicht präsentieren. Nein, Krauselocken – ich will euch warnen. Wir ALLE
haben sonnenempfindliche Haut und sollten sie gut schützen, nicht zu
leichtsinnig damit umgehen, denn die Haut vergisst nie. Selbst mein Vater
(dessen Hautton wohl das ist, was in der westlichen Welt als schwarz bezeichnet
wird) meidet die Sonne, wird durch ihre Strahlen dunkler und kann sich
verbrennen. Haut ist Haut.
Hauttypen
Es gibt unterschiedliche Hauttypen und jeder hat eine eigene
Eigenschutzzeit vor UV-Strahlen. Diese sollte man allerdings nicht ausreizen,
wird sie überschritten sind Hautschäden vorprogrammiert.
Wikipedia schreibt:
„Die Eigenschutzzeit ist die Zeitdauer, für die man im Laufe
eines Tages die ungebräunte Haut der Sonne maximal aussetzen kann, ohne dass
die Haut rot wird. Je nach Hauttyp beträgt die Eigenschutzzeit zwischen drei
Minuten für sehr helle Haut (Hauttyp I) und vierzig Minuten für die mediterrane
bräunliche Haut (Hauttyp IV). Bei höherem UV-Index (Hochgebirge, Mittelmeer,
Tropen) und bei reflektierender Umgebung (Wasser, Schnee, Sand) ist die
Eigenschutzzeit deutlich niedriger.“
Vor allem wir Krauselocken können zur Leichtsinnigkeit
verführt werden, bei all den blöden Kommentaren unserer Mitmenschen, als seien
wir Aliens von einem anderen Stern mit Immunität gegen UV-Strahlen…
„Du und Sonnenbrand? Das geht bei dir?“
Und ob. Jetzt gehe ich mir Sonnencreme kaufen.
Keep it kraus!
Eure Esther
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Labels: Haare, Krausekultur